Städtebaulicher Fremdkörper im Ortskern??

Während Deutsche Bahn, Fachkreise und internationale Jurys das neue, nachhaltige Bahnhofsgebäude in Haar ausdrücklich würdigen, reduziert die SPD-Haar das Projekt auf ein plakatives Schlagwort: „Klotz“. Diese Kritik bleibt oberflächlich und lässt zentrale Fakten außer Acht.

Der vorherige Bahnhofskiosk befand sich bereits seit Jahren in einem desolaten Zustand: sichtbar gealtert, stellenweise von Graffiti verunstaltet, dunkel, wenig einladend und von vielen Bürgerinnen und Bürgern als schmuddelig empfunden. Die damaligen Bilder dokumentieren diesen Zustand eindeutig. Dass dieser Missstand nun durch ein sauberes, helles und funktionales Gebäude behoben wurde, findet in der Argumentation der SPD keinerlei Erwähnung.

Darüber hinaus ist das neue Gebäude bei vielen Reisenden beliebt. Es bietet geschützte Unterstell- und Aufenthaltsmöglichkeiten, die insbesondere bei den derzeit häufig wechselhaften Witterungsbedingungen einen spürbaren Mehrwert darstellen.

Das Bahnhofsgebäude steht für nachhaltige Bauweise, deutlich verkürzte Bauzeiten, spürbare CO₂-Einsparungen und eine moderne Energieversorgung. Die internationale Auszeichnung mit dem renommierten Brunel Award bestätigt diese Qualität eindrucksvoll.

Karl-Heinz Bitzer

Fotos: © Karl-Heinz Bitzer