Pressemeldung: Stadtteilveranstaltung des CSU-Ortsverbands Haar zum neuen Siedlungsgebiet der Stadt München am Rappenweg („Gute Uta“)

Großes Interesse vor allem der Gronsdorferinnen und Gronsdorfer fand eine Stadtteilveranstaltung der CSU Haar zum geplanten Siedlungsgebiet am Rappenweg, die am 25. Juni 2026 – mangels geeigneter Räume in Gronsdorf – im Kleinen Bürgersaal stattfand. Mit ca. 100 Besuchern war  die Veranstaltung trotz der gegenwärtigen Hitzewelle fast überbucht.

Zunächst gab Hannes Reuel, Mitglied des CSU-Ortsvorstands und ehemaliger Truderinger, einen kurzen Überblick über die jüngere Geschichte des Rappenwegs, der aufgund seiner ungeordneten Bebauung jahrzehntelang einen überaus schlechten Ruf hatte.

Anschließend präsentierte Bürgermeister Andreas Bukowski die Grundzüge des Projekts nach gegenwärtigem Planungsstand. Mit knapp 3.000 Wohneinheiten auf der 25 Hektar großen Fläche ist eine Bevölkerungsmehrung von bis zu 10.000 neuen Truderingern zu erwarten. Die verkehrsmäßige Erschließung soll im Wesentlichen über das vorhandene Straßennetz erfolgen. Für den öffentlichen Personennahverkehr stehen die S-Bahn mit dem Bahnhof Gronsdorf und die U-Bahn (U 2) zur Verfügung; außerdem sind zwei neue Buslinien geplant,  

Wie Bürgermeister Bukowski erläuterte, ist der größte Nachteil, der Gronsdorf aus dem Projekt drohen könnte, von vornherein dadurch gebannt worden, dass eine Weiterführung der Herzogstandstraße auf Münchner Flur, die es ermöglicht hätte, dass der Kfz.-Verkehr aus dem Gebiet der Neuen Uta nach Osten über Haar abfließt, vom Haarer Gemeinderat schon vor Jahren verhindert worden ist.            

In der anschließenden Diskussion äußerte sich die Mehrheit der Teilnehmer durchaus kritisch zu dem Vorhaben- vor allem zu folgenden Punkten:

  • Die Höhenentwicklung der Gebäude mit bis zu 8 Vollgeschossen – zusätzlich zu den 3 Hochhäusern von 65, 45, 35 und 33 m Höhe – , die nach Meinung vieler Gronsdorfer  zu einer viel zu dichten Bebauung führt;
  • die Unvollständigkeit der grünen Pufferzone von 70 m Tiefe, welche das neue Quartier im Norden und Osten von Gronsdorf trennen soll, jedoch im Osten die Bahntrasse nicht erreicht, sondern auf der Höhe der Herzogstandstraße endet;
  • eine Überlastung des S-Bahnhofs Gronsdorf durch den Zuzug von bis zu 10.000 Neubürgern.

An der Diskussion beteiligte sich auch der Vorsitzende des Bezirksausschusses Trudering-Riem Stefan Ziegler (CSU) mit mehreren informativen Beiträgen, den der Bürgermeister zu der Veranstaltung eingeladen hatte.

Obwohl, wie Bürgermeister Bukowski deutlich machte, der Einfluss der Stadt Haar auf das Vorhaben sehr beschränkt ist, sagte er zu, alle Anregungen, Bedenken und Hinweise aus der Bürgerschaft, auch zukünftige, zu prüfen und grundsätzlich auch in die Stellungnahmen der Stadt Haar im weiteren Planugsprozess einfliesen zu lassen.          

Dank der beiden CSU-Stadträte Andreas Gründl und Thomas Reichel, die großzügig „Freiwasser“ an das Publikum verteilten, konnte die Diskussion ohne gesundheitsbedingte Ausfälle ablaufen und wie geplant um 20:00 schließen.   

Dietrich Keymer